Rezension | The Sun is also a Star von Nicola Yoon

3. April 2017 | |


Dressler | 2017 | 400 Seiten
Originaltitel: The Sun is also a Star
erhältlich als Hardcover | eBook




Nach Du neben mir, das absolut großartig ist, war mir klar, dass ich auch weitere Bücher von Nicola Yoon lesen würde. Als ich dann von ihrem neuesten Werk gehört habe, musste ich direkt zuschlagen.
Inhaltlich hat es mich zwar nicht wirklich angesprochen, aber wenn einen eine Autorin schon einmal so begeistern konnte, ist es kein Fehler, es wieder mit ihr zu versuchen.


Schicksalsfäden einer großen Liebe! Wie viele Dinge müssen geschehen, welche Zufälle passieren, damit sich die Wege zweier Menschen kreuzen? Als Daniel und Natasha in New York aufeinander treffen, verguckt er sich sofort in das jamaikanische Mädchen. Die zwei teilen einen Tag voller Gespräche über das Leben, ihren Platz darin und die Frage: Ist das zwischen uns Liebe? Doch ihr Schicksal scheint bereits festzustehen, denn Natasha soll noch am selben Abend abgeschoben werden.
(Quelle: Dressler)


Obwohl Yoons Schreibstil sofort wieder einen Zauber über mich gelegt hat, konnte mich The Sun is also a Star zu Beginn nicht so recht mitreißen. Hauptsächlich lag das wohl an den "Einschüben", die die Handlung immer wieder unterbrechen. Dabei geht es um einen Teil des Lebens von Nebenpersonen, um wissenschaftliche Ansätze oder ähnliches.

Diese Einschübe sind zwar wirklich interessant, vor allem die wissenschaftlichen oder die, die die Zukunft einiger Charaktere Anreißen, aber besonders am Anfang, als ich noch nicht so in die Geschichte von Natasha und Daniel gefunden habe, haben sie mich immer wieder aus der Handlung gerissen.

Als die Geschichte zwischen den beiden voranschreitet, löst sich dieses Problem aber. Die Einschübe sind dann schöne Zusatzinformationen, ein netter Abriss zwischendurch und machen das Buch zu einem einmaligen Leseerlebnis.

Ein Buch wie The Sun is also a Star habe ich bisher nicht gelesen. Die Charaktere sind außergewöhnlich - ein freches Mädchen, intelligent, mit spitzer Zunge, das genau weiß, was es will, und ein zurückhaltender Junge, der sehr gefühlvoll ist, gerne dichtet und einfach nur süß ist. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und doch führt sie das Schicksal an Natashas letztem Tag in den Vereinigten Staaten zusammen.

Es ist ein aufregender Tag voller besonderer Momente und Emotionen. Vor allem Emotionen, denn beide haben mit ihren eigenen Lastern zu kämpfen. Und schließlich kämpfen sie gegen ein gemeinsames Laster, denn keiner von ihnen will, dass Natasha das Land verlassen muss.
Diese Gefühle reißen einen beim Lesen mit, sodass man das Hier und Jetzt vergisst. Man taucht einfach in die Geschichte ab und als es dann vorbei ist, man wieder auftaucht, ist man von den verschiedensten Emotionen getränkt.


Dieses Buch ist etwas ganz besonders. Es zeigt, wie einzigartig die Liebe sein kann, wie schnell sie auftauchen kann, wie vergänglich sie aber auch sein kann. Und es zeigt, wie schwer das Leben ist, dass man manchmal Hürden überwinden muss, die unüberwindbar sind.
Das Buch bleibt noch lange an einem Hängen.





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