Rezension | Tote Mädchen lügen nicht von Jay Asher

28. April 2017 | | 2 Kommentare


cbt | 2012 | 288 Seiten
Originaltitel: Thirteen Reasons Why
erhältlich als Taschenbuch | eBook | Hörbuch





Meine Meinung

Wer hat den Hype um Tote Mädchen lügen nicht nicht mitbekommen? Jeder möchte es lesen, jeder möchte die Serie schauen. Dabei geht es um ein so trauriges und ernstes Thema.
Auch ich gehöre zu den Netflix-Junkies, die es kaum abwarten können, die Serie endlich zu schauen. Aber vorher musste natürlich das Buch gelesen werden.


Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf »Play« – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon ...
(Quelle: cbt)

Ich überlege schon die ganze Zeit, wie ich diese Rezension schreiben soll. Wie ich meine Meinung zu diesem Buch, das so bedeutend in der heutigen Zeit ist, in Worte fassen soll. Denn Tote Mädchen lügen nicht ist nicht einfach nur unterhaltend. Es befasst ein ernstes Thema, das unbedingt zum Nachdenken anregen muss.

Die Kapitel sind genau in die jeweiligen Seiten der Kassetten, also in die unterschiedlichen Personen, um die es darauf geht, eingeteilt. Dadurch hat man immer wieder kurze Verschnaufpausen, bevor man sich der nächsten schockierenden Geschichte widmen kann.
Und schockierend sind sie von Anfang an. Denn schon die erste Kassettenseite bringt eine Tat auf, die einem jungen Mädchen ganz schön zusetzen kann. Man leidet mit Hannah mit und würde am liebsten selbst eingreifen. Nicht nur am Anfang, sondern immer wieder.


Zwischendrin sind die Geschichten um das Geschehene nicht mehr ganz so schlimm, im Vergleich zu den ersten beinahe harmlos. Das ist es wohl auch, was sich Hannahs Mitschüler gedacht haben. Das ist alles harmlos. Wir tun nichts schlimmes.
Sie denken sich nichts bei ihren Scherzen oder ihrer Prahlerei auf Hannahs Kosten. Denn wär könnte denken, dass sich in Hannah all diese Situationen ansammeln zu einem riesigen Klumpen aus Hass und Einsamkeit. Selbst als Leser dauert es eine Weile, bis man sich bewusst wird, wie schlimm es um Hannahs Befinden wirklich steht.

Dieses Buch gipfelt in einem dramatischen Ende, das mich sprachlos zurückgelassen hat. Denn es ist Hannahs Ende. Man erlebt es nicht genau mit, aber man erlebt mit wie sie den letzten Funken Hoffnung verliert. Wie sie aufgibt.
Tote Mädchen lügen nicht kann noch mit einem kleinen Happy End aufwarten. Mir ist bewusst, dass ein richtiges Happy End nicht zu dieser Geschichte passt, aber dieses Pseudo Happy End ist ehrlich gesagt nur wenig Trost.


Fazit

Tote Mädchen lügen nicht ist eine spannende Geschichte über ein Mädchen, das nach und nach den Glauben an ihre Mitmenschen und all ihre Hoffnung verliert. Es gibt nichts mehr, woran sie glauben kann und das zerstört sie vollkommen.
Dramatisch wird ihre Geschichte erzählt, aber sie rüttelt einen wach. Manchmal sollte man sich nicht auf das Offensichtliche konzentrieren, sondern auf die Details achten.



besonders tragisch



Vorheriges Buch: Ragdoll
Nächstes Buch: Don't Kiss Ray

Schreiblaunen #11

26. April 2017 | | Kommentieren
Eine Aktion von Fieberherz

Hallöchen ihr Lieben,
es ist mal wieder Zeit für die Schreiblaunen. Letzten Monat habe ich an dieser Stelle erwähnt, dass ich gerade wieder so eine Zweifel-Phase habe. Ich glaube, die Zweifel werden immer im Hinterkopf bleiben, aber momentan sind sie sehr, sehr leise. Und diese motivierte Schreibphase, die ich mir gewünscht hatte, ist tatsächlich eingetreten.



 Woran ich gearbeitet habe ...

Wie es scheint, ist mein Ziel euch zu verwirren :D Denn ich habe schon wieder das Projekt gewechselt und bin zu Hannah Cutler, also meiner Magier-Dilogie zurückgekehrt. Der Plot wurde von einer Autorenkollegin abgesegnet, sodass ich mich tatsächlich darauf einlasse.
Und momentan macht das Schreiben sogar Spaß, weil mich die Geschichte in eine völlig andere Richtung lenkt, als sie am Anfang, bei der allerersten Version, hatte. Ich bin gespannt, was da noch so auf mich zukommt und hoffe, dass ich noch ein bisschen Action reinbringen kann.


 Was sich als nützlich erwies ...

Camp NaNoWriMo!
Muss ich mehr sagen? Das Camp findet im April statt und es hat mir wirklich wahnsinnig geholfen. Warum, kann ich nicht mal sagen. Wie immer bei solchen Aktionen habe ich einen guten Start hingelegt, jeden Tag mein Soll geschafft, meist sogar mehr.
Mitte des Monats hab ich dann etwas nachgelassen, was auch typisch ist. Aber Ende des Monats hab ich wieder stark angezogen und wirklich viel geschrieben. Und wir haben ja noch ein paar Tage vor uns. Also mal schauen, was da rauskommt :)
Mich hat auch noch etwas anderes motiviert, aber dazu ein andermal mehr.



 Das stört mich noch ...

Mich stört eigentlich nur eine Sache.
Ich weiß nicht, woran es liegt, aber Abends bzw. Nachts schreibe ich am Besten. Da fließen die Worte einfach viel besser und bilden sich zu viel schöneren Sätzen als tagsüber. Nur leider bin ich abends von der Arbeit immer so unglaublich müde, dass ich mich nicht so recht zum Schreiben aufraffen kann. Kaffee hilft bei mir leider auch nicht, deshalb bin ich noch am überlegen, wie ich dieses Dilemma lösen soll.



 Spannende Artikel

Auf Schreibwahnsinn gab es ein paar Tipps dazu, wie man seine Schreibzeit effektiv gestaltet. Die werde ich gleich mal nutzen, um noch ein paar Wörter rauszuhauen.

Jean Parker hat eine Liste erstellt: Gadgets, die jeder Autor haben sollte. Das meiste davon hab ich auch, das ist doch schonmal gut :)

Und hier etwas für bereits veröffentlichte Autoren: Auf loudwords gibt es Tipps, wie man einen missglückten Buchstart retten kann.

Und zu guter Letzt auf Vom Schreiben leben ein Beitrag dazu, wie man seine Leser von den Socken haut.

Rezension | Im Bann des Mondes von Kristen Callihan

24. April 2017 | | Kommentieren


LYX | 2014 | 448 Seiten
Originaltitel: Moonglow | Reihe: The Darkest London (Band 2)
erhältlich als Taschenbuch | eBook




Nachdem ich den ersten Band dieser Reihe (Kuss des Feuers) vor zwei Jahren gelesen habe, wurde es höchste Zeit, das auch mit dem zweiten nachzuholen. Denn eigentlich hatte ich mich sehr auf Im Bann des Mondes gefreut, weil man schon im Vorgänger einen Vorgeschmack auf die Charaktere darin bekommen hat.
Und auch der Inhalt klingt sehr vielversprechend.


Nach dem Tod ihres herrschsüchtigen Ehemanns ist die junge Witwe Daisy Ellis Craigmore entschlossen, endlich das Leben in vollen Zügen zu genießen. Doch dann wird Daisy von einem Werwolf angegriffen und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Zum Glück kann sie auf die Hilfe des attraktiven Marquis of Northrup zählen, der jedoch selbst ein dunkles Geheimnis hütet.
(Quelle: LYX)


Da Daisey und Miranda, die Protagonistin des ersten Bandes, Schwestern sind, ist es wohl nicht wunderlich, dass die beiden sich irgendwie ähneln, obwohl sie vollkommen unterschiedlich sind.
Daisey gilt durch ihre Rundungen als Femme Fatale, aber eigentlich ist sie sehr unsicher und durch ihren ersten Ehemann verstört was Liebe und Leidenschaft betrifft. Sie zieht die Blicke der Männer auf sich, weiß aber überhaupt nicht, wie sie damit umgehen soll.

Dieses Sie gehört zu mir-Gefühl, das wir von Archer schon aus dem ersten Band von Beginn an kennen, bleibt hier lange aus. Ian fühlt sich zwar eindeutig zu Daisey hingezogen, für ihn steht aber ihr Schutz vor dem wahnsinnigen Werwolf in Vordergrund.
An beide hängen Erlebnisse aus der Vergangenheit, von denen sie nicht loskommen.

Die Handlung schreitet ziemlich flott voran. Immer wieder tauchen Opfer des Werwolfes aus und Ians Ziel ist es herauszufinden, wer sich hinter der Werwolfsgestalt verbirgt. Dadurch bringt er sich mitten ins Kreuzfeuer. Und auch Daisey nimmt nicht den Platz einer Zuschauerin ein.
Immer neue Wendungen bringen die Spannung zum Wachsen und man hat als Leser die Gelegenheit, selbst mitzurätseln und zu ermitteln. Wer ist der Werwolf und wieso ist er wahnsinnig?

Die Geschichte um Daisey und Ian spitzt sich zu, bis sie sich ihrer Zuneigung ergeben. Für einen Erotikroman geschieht das sogar ziemlich spät und leider ist dieser Teil wenig überzeugend. Die erotischen Szenen wirken altmodisch, was beim ersten Band nicht der Fall war, und beim Lesen habe ich mich fast ein bisschen fremdgeschämt.
Gegen Ende wird es noch einmal dramatisch, aber es gibt (natürlich) ein Happy End. Wenn ihr mich fragt, ist es ein bisschen zu happy.
Und ganz schlüssig ist es mir leider auch nicht. Es fehlen ein paar Erklärungen über Wesen, die neu in die Welt von The Darkest Minds eingeführt werden und am Ende eine wichtige Rolle spielen.

Das besondere an dieser Geschichte ist jedoch, wie die Werwölfe dargestellt werden. Denn wenn sie sich ihrer tierischen Gestalt nicht hingeben, werden sie nicht als Werwölfe, sondern als Lykaner bezeichnet. Sie bestehen aus zwei Seelen, die des Menschen und die des Wolfes. Beide kämpfen um die Oberhand und müssen eine geregelte Koexistenz erst lernen.
Außerdem können Lykaner oder Werwolfe andere Menschen nicht durch einen Biss verwandeln, sondern ihre Art nur an Nachkommen weitergeben. Diesen Teil finde ich sehr interessant und toll gelöst.


Abschließend lässt sich sagen, dass mich Im Bann des Mondes leider nicht so überzeugen konnte wie der Vorgänger. Dennoch bietet dieses Buch eine schöne Unterhaltung.
Besonders toll waren die neu eingeführten Wesen, dass man noch mehr über die Welt von The Darkest Minds erfahren hat und dass die Charaktere aus dem ersten Band auch eine kleine Rolle gespielt haben.




Weitere Bücher der Autorin

Kuss des Feuers


Vorheriges Buch: Billy the Beast
Nächstes Buch: Anima

Sonntagsgeplauder #21 | Urlaub, Schreibflow und neue Beitragsempfehlungen


Guten Morgen ihr Lieben,

hattet ihr schöne Ostern? Hach, mir wären ja Feiertage zuhause im Bett mit einem guten Buch am Liebsten gewesen. Aber Familienverpflichtungen gehen da nun mal vor :)
Und es gab gutes Essen und der Osterhase hat auch mir ein bisschen was vorbeigebracht. Also will ich mich nicht beschweren.



Buchiges
Beendet | Tote Mädchen lügen nicht - Jay Asher
Dieses Buch macht gerade extrem die Runde, was wohl an der neuen Netflix-Serie dazu liegt. Da ich bekennender Netlix-Junkie bin, möchte ich die Serie natürlich auch sehen, vorher aber noch das Buch lesen (so als bekennender Lese-Junkie).
Das hab ich diese Woche auch getan und es ist wirklich gut! Anfangs sind die ganzen Ereignisse wirklich erschreckend, zwischendrin weiß man nicht recht, wieso Hannah alles so schlimm sieht, aber gegen Ende, als sich alles zusammenfügt, wird klar, was in Hannah wirklich vorgeht und was sie zum Selbstmord treibt.


Beendet | Don't Kiss Ray - Susanne Mischke
Dazu findet ab 1. Mai eine Blogtour statt, deshalb will ich gar nicht zu viel verraten.
Aber so viel kann ich sagen: Der Anfang hat mich vollkommen überzeugt. Es war einfach so schön leicht und unterhaltend, wie sich die beiden Protagonisten auf diesem Festival kennen lernen. Und es war spannend, wie unglücklich sie sich anschließend immer wieder verpassen.
Dann gab es dieses typische Hin und Her, das mich beinahe an Flower erinnert. Ihr wisst ja, was ich davon halte. Genaueres erfahrt ihr dann in meiner Rezension nach der Blogtour.

Begonnen | Light & Darkness - Laura Kneidl
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wann dieses Buch auf meinem SuB gelandet ist, aber es liegt da wirklich schon eine Weile. Zeit, das mal zu ändern oder?
Deshalb, und weil es perfekt zur Punkte-Challenge passt, habe ich es mir jetzt vorgenommen. Die ersten Seiten lesen sich schon wirklich gut, auch wenn die Charaktere sowas von klischeehaft sind. Aber ich bin gespannt, wie es weitergeht.


In meinem Bullet Journal habe ich eine Seite für meine in 2017 gelesenen Büchern eingerichtet, und mit Tote Mädchen lügen nicht hab ich das erste Regalbrett gefüllt! Damit habe ich dieses Jahr bereits 21 Bücher gelesen, was bei einem Ziel von insgesamt 50 Büchern schon wahnsinnig gut ist.
Es waren tolle Bücher dabei, aber auch nicht so tolle. Wie das eben so ist.
Jetzt muss ich jedenfalls ein neues Regalbrett malen und freue mich sehr darauf, auch das zu füllen.





Urlaub
Ja, ihr habt richtig gelesen. Ich hab Urlaub und ich bin gerade so unglaublich froh darüber. Ich glaube, so sehr hab ich mich noch nie auf einen Urlaub gefreut. Leider nur eine Woche, aber immerhin! Und es ist viel geplant.

1) Neue Regale kaufen
Ich möchte neue Bücherregale. Nicht, weil mir der Platz ausgeht (zum Glück), sondern weil ich zu den klassischen Bücherregalen zurückkehren möchte. Ich habe momentan ein Kallax von Ikea. Ich weiß nicht, ob ihr die kennt. Das sind die mit den quadratischen Fächern, in die man Körbe oder Schubladen machen kann. Hier seht ihr einen Ausschnitt davon.
Ich finde das Regal auch wirklich schön und liebe es eigentlich, aber Bücher kommen in einem normalen Regal einfach besser zur Geltung. Und ein Bücherregal sollte nun mal dafür da sein, Bücher passend zur Geltung zu bringen. Deshalb wird getauscht.
Ich hoffe, dass ich morgen schon zu Ikea komme und die Regale kaufen kann. Ich freue mich wahnsinnig aufs einräumen. Geht es euch auch so? Jetzt bin ich jedenfalls erst mal gespannt, wie viele Kisten meine Bücher ergeben werden.
Oh Gott, jetzt fällt mir ein, dass ich dafür die Kommode und den Schreibtisch ausmisten muss :O


2) Lesen, lesen, lesen
Wie könnte man den Urlaub schöner verbringen, als mit lesen? Und dafür hab ich mir eine kleine Extra-Leseliste vorgenommen. Krieg ich die jetzt überhaupt noch zusammen? Ich bin gerade wirklich ratlos, welche Titel da drauf waren. Deswegen schreibe ich mir normalerweise immer alles auf!

RacheblutWinterChemistHarryKuss

Zu Light & Darkness habe ich oben ja schon einiges gesagt. Das will ich diese Woche auf jeden Fall schaffen, aber das sollte auch machbar sein. Ein Buch pro Woche schaffe ich gerade ja eigentlich immer sehr leicht. Und jetzt habe ich noch unglaublich viel Zeit.

Als nächstes möchte ich dann The Couple Next Door lesen. Das Buch sieht einfach toll aus und es klingt ziemlich spannend. Ich bin schon so gespannt darauf und momentan treibt es mich sehr dazu. Der Thriller-Wahn hält weiterhin an. Das finde ich wirklich super!

Und dann ist es höchste Zeit für Die Glasglocke. Ihr wisst ja, dass ich das mit ein paar Kollegen zusammen lese. Eine hat es schon durch, die anderen beiden schludern ein bisschen wie ich. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass nicht nur ich mich davor drücke. Aber es muss gelesen werden!

Die Schlagfertigkeitsqueen hab ich im Dezember schon angefangen und bin ca. bei der Hälfte. Es hat mir damals sehr, sehr gut gefallen, weil es mit viel Humor geschrieben und gut recherchiert ist. Unterbrochen habe ich es nur, weil ständig neue Bücher dazu gekommen sind. Ich hoffe, dass ich es diese Woche beenden kann.

Und zu guter Letzt noch ein Thriller, nämlich Good As Gone. Das hat es ja bereits auf die Bestseller-Liste geschafft, was mir noch mehr zeigt, dass ich es lesen sollte. Es klingt aber auch wirklich interessant!

Mal sehen, wie viele der Bücher ich schaffe. Alle wäre natürlich ein Traum, aber ob der wahr wird? Immerhin hab ich ja auch noch andere Dinge zu tun. Zum Beispiel:

3) Schreiben, schreiben, schreiben
Ich bin gerade so richtig im Schreibflow und das soll im Urlaub natürlich nicht aufhören, sondern noch weiter ausgebaut werden. Damit ich mit Band 1 meiner Magier-Dilogie endlich fertig werde.



Geschaut
Letzten Samstag habe ich mit meinem Freund Blair Witch geschaut. Ich liebe Horrorfilme ja schon sehr, alleine kann ich sie mir aber nicht anschauen.
Jedenfalls kannte ich den ersten Blair Witch Project. Den hab ich vor Jahren angeschaut und fand ihn ehrlich gesagt etwas langweilig. Ewig lang passiert nichts, die Gruppe ist nur im Wald und sucht ein Hexenhaus. Erst gegen Ende passiert mal etwas, aber da geht alles ziemlich schnell. Damals hatte ich ein unbefriedigtes Gefühl nach dem Film.
Leider ist es beim neuen auch so. Er bezieht sich immer wieder auf den alten. Sie wollen die damals verschwundenen Teenager suchen oder zumindest herausfinden, was mit ihnen passiert ist. Sie sind ebenfalls im Wald, es passieren zwar ein paar gruselige Dinge, aber so richtig geht es auch erst wieder am Ende ab. Und dann geht es auch wieder unfassbar schnell.
Leider war ich danach wieder etwas enttäuscht.




Entdeckt
Ich habe letzte Woche eine Seite entdeckt, die einige von euch vielleicht interessieren wird. Auf rezi-suche.de könnt ihr euren Blog eintragen lassen und dann von den dort eingetragenen Büchern Rezensionsexemplare anfragen. Und andersherum haben Autoren die Möglichkeit euch und euren Blog zu finden und euch ein Rezi-Exemplar anzubieten. Außerdem bekommt ihr eine Mail mit Vorschlägen - wann könnt ihr selbst entscheiden. Es sind hauptsächlich Indie-Autoren dabei, aber auch ein paar Verlagsautoren.

As nächstes habe ich 5 Facebook-Gruppen für Buchmenschen von Jean Parker für euch. Da könnt ihr euch so viel über Bücher austauschen wie ihr wollt und keiner wird euch daran hindern, weil in den Gruppen genauso viele Buchverrückte sind!
Und hier noch 7 Facebook-Gruppen für Buchblogger, denn auch für uns ist der Austausch und Marketing das A und O.

Und zu guter Letzt ein Beitrag auf Goldblatt zum Thema, was man durchs Bloggen lernen kann. Das scheint auf Blogs gerade ein gefragtes Thema zu sein. Und auch ich finde es wahnsinnig interessant :)



Beiträge der letzten Woche
Leider mal wieder ein Jugendbuch, das mich gar nicht begeistern konnte :(

Mal ein kleiner Bericht über meinen momentanen Schreiballtag.

Camp NaNoWriMo 2017 & WriYoBo 2017

20. April 2017 | | Kommentieren

Das Camp beginnt wieder!
Das bedeutet, alle Schreiberlinge sind wieder einmal im Ausnahmezustand. Kopfhörer werden poliert, der Kaffeevorrat aufgestockt, die müden Finger trainiert und viele Knabbereien bereitgestellt.

Wir kennen das ganze ja schon vom November. Denn da findet jedes Jahr der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) statt, der Autoren auf der ganzen Welt für einen Monat herausfordert und verbindet.
Dieser eine Monat reicht nicht mehr und deshalb wurde das Camp gegründet.


Aber was ist Camp NaNoWriMo?

Das Camp NaNoWriMo findet im April und Juli statt. Wieder steht das Schreiben im Vordergrund, vor allem aber das gemeinsame Schreiben. Denn die Besonderheit beim Camp sind die Cabins, also die Hütten, die man gemeinsam mit anderen Autoren beziehen kann.
Jede Cabin hat einen eigenen privaten Bereich, in dem man sich über seine Fortschritte austauschen kann. Das gibt einem nicht nur ein tolles gemeinschaftliches Schreiberlebnis, sondern so kann man sich gegenseitig aufbauen und anspornen.

Es gibt aber noch etwas anderes, das das Camp vom normalen NaNoWriMo unterscheidet. Hier sind nämlich keine festen 50.000 Wörter vorgeschrieben, sondern jeder Teilnehmer kann sich selbst ein Monatsziel festlegen. So kann er also zum Beispiel sein Schreibziel viel höher ansetzen oder eben deutlich niedriger.


Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und mir selbst 10.000 Wörter auferlegt. Damit ist es also mein gewöhnliches WriYoBo-Ziel, das ich schon in den vergangenen Monaten erreichen wollte.
Wollte, weil ich bisher nicht sonderlich erfolgreich dabei war. Und obwohl das Camp durch meine geringe Wortzahl gar nichts außergewöhnliches ist, scheint der Zauber, der diese Veranstaltung umgibt, schon zugeschlagen zu haben. Denn bisher habe ich jeden Tag geschrieben, was seit Wochen nicht mehr vorgekommen ist, und bin weit über meine bisher zu erreichende Wortzahl hinaus.


Der WriYoBo

Wenn es so weitergeht, wird das ein erfolgreicher Monat für mich und meinen WriYoBo.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht, was der WriYoBo ist, denn ich bin mir gar nicht mehr sicher, ob ich euch davon schon erzählt habe. Falls ja, überspringt das hier gerne. Falls nicht, hier die harten Fakten:


Der WriYoBo, auch Write Your Book, ist eine Aktion, die innerhalb des Schreibnacht-Forums organisiert wurde. Es gab eine offizielle Bewerberfrist und dann ein Auswahlverfahren, das dieses Jahr sehr glücklich für alle Bewerber ausging.


Ziel des WriYoBo ist, wie der Titel schon sagt, in einem Jahr sein Buch zu schreiben. Dazu kann sich jeder ein festes monatliches Ziel festlegen. 10.000 Wörter sind dabei aber Pflicht. Da ich ja nicht die schnellste Schreiberin bin und nicht immer so viel Zeit zum Schreiben habe, habe ich gleich dieses niedrige Ziel gewählt.

Wie schon erwähnt, habe ich dieses Ziel bisher keinen einzigen Monat geschafft. Es ist manchmal einfach doch schwerer als gedacht, aber durch die anderen Teilnehmer wird man immer wieder motiviert und angespornt.
Denn nach der Verkündung der Teilnehmer gibt es eine große Zeremonie, in der man einer der vier Gilden zugeteilt wird: Bücherhelden, Wortkrieger, Schreibmaschinen, Weltenbauer. (Fans von Harry Potter werden hier wahrscheinlich hellhörig.)

Leider, leider bin ich nicht mit meinen festen Schreibfreunden aus der Schreibnacht in eine Gilde gekommen, sondern bei den Schreibmaschinen gelandet. Und der Begriff passt sehr, denn es sind wirklich Maschinen, womit ich leistungstechnisch ja so gar nicht mithalten kann. Aber ich gebe mein bestes :)

Außerdem gibt es regelmäßig Veranstaltungen, bei denen man teilnehmen kann. Zum Beispiel spontane Duelle (bei denen ich nie dabei bin, weil ich zu den Zeiten bisher immer arbeiten musste) oder das feste Turnier am Monatsende.

Es wird also alles dafür getan, dass man sein Ziel erreicht und seinen Roman beenden kann. An sich eine tolle Aktion. Ich hatte anfangs Angst vor dem Druck, aber völlig unbegründet. Es macht wirklich Spaß :)


An was arbeite ich im Camp?

Und damit das hier nicht nur so ein Fachgesimpel über das Camp und den WriYoBo wird, erzähle ich euch noch, woran ich in diesem Camp arbeite. Denn ich habe mir vorgenommen, meine Magier-Reihe neu zu schreiben - schon wieder.
Diesmal bleibt es hoffentlich die letzte Neuversion.


Ich bin noch recht am Anfang und habe alles neu ausgearbeitet. Die Situation meiner Protagonistin am Anfang ist jetzt komplett anders. Sie ist nicht mehr die unwissende "Wo bin ich? Was bin ich?"-Protagonistin, die plötzlich in eine andere Dimension entführt wird und erfährt, dass sie von Magiern abstammt. Sondern die neugierige, etwas rebellische Protagonistin, die weiß, dass sie eine Magierin ist und verbotenerweise mehr über ihre Wurzeln herausfinden will.

Auch die Handlung hat sich komplett geändert, weil aus einer Trilogie jetzt eine Dilogie wird. Es fühlt sich endlich komplett stimmig an und ich freue mich darauf, diese Geschichte endlich zu einem würdigen Abschluss zu bringen, und sie hoffentlich mit euch teilen zu können.

Macht ihr auch beim Camp mit?
Oder wollt ihr das jetzt vielleicht tun?
Dann schaut hier vorbei.

Rezension | Anima von Kim Kestner

17. April 2017 | | Kommentieren


Arena | 2016 | 480 Seiten
erhältlich als Hardcover | eBook




Anima hab ich genau vor einem Jahr zur Buchmesse-Zeit in einer leipziger Buchhandlung entdeckt und zugeschlagen. Vor allem das Cover hat mich angesprochen, aber auch der Klappentext, der auf ein tolles Fantasy-Jugendbuch mit düsterem Hintergrund hinweist.
Wie auch bei Sternensturm bin ich hier leider auf das Äußere hereingefallen.


Für Abby ist es die schönste Zeit des Jahres! Jeden Sommer verbringt sie mit ihrer Familie die Ferien im Nationalpark Acadia. Doch diesmal wird die Idylle überschattet: Der zur Unterhaltung engagierte Magier Juspinn fasziniert die Feriengäste nicht nur mit seiner Show – er scheint sie zu manipulieren. Mit Schrecken muss Abby feststellen, wie sich ihre Familie und Freunde mehr und mehr zum Schlechten verändern. Besonders ihre Schwester Virginia ist auf einmal wie von Sinnen. Abby selbst spürt nicht nur die Anziehungskraft des Fremden, sondern auch die Gefahr, die von ihm ausgeht. Juspinn scheint auf der Suche zu sein, nach etwas, das nur sie ihm geben kann.
Die Geschichte einer undenkbaren Liebe im Kampf gegen die größten Mächte der Welt.
(Quelle: Arena)


Abby fährt mit ihrer Familie zu ihrem Standard-Urlaubsziel Acadia. Eine Ansammlung von Cottages mit Freizeitangebot mitten in einem Nationalpark. Der Familiensinn steht zuerst klar im Vordergrund. Eine Mutter, die zum Hippie neigt, einen Reverend als Vater und zwei Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein können.
Virginia ist selbstbewusst, hat eine laute Persönlichkeit, die nach Aufmerksamkeit lechzt. Dagegen ist die freundliche Abby, die jedem helfen will und immer das gute sieht, beinahe langweilig. Sie ist wirklich durch und durch gut. Selbst die kleinen Macken, immer alles schließen zu müssen oder keine Primzahlen leiden zu können, machen ihrer Perfektheit keinen Abbruch. Das trägt natürlich zur Handlung bei - nur leider macht Abby das nicht aufregender

Der dunkle Juspinn, bei dem ich leider immer noch nicht weiß, wie man ihn wirklich ausspricht, ist ein starker Kontrast zu Abby. Er ist dunkel, geheimnisvoll - man weiß ihn nicht recht einzuschätzen.
So rätselt man beim Lesen die ganze Zeit, was der angebliche Zauberer wirklich ist, und was er von Abby will. Denn durch die kurzen Szenen aus seiner Sicht wird klar, dass er ihr nichts gutes will.
Außerdem verändern sich alle Menschen in seiner Nähe und kehren sich zum Schlechten. Abbys Mutter lässt die Familie im Stich, ihr Vater wird ein fanatischer Gläubiger und ihre Schwester geht sogar auf sie los.
Auf den ersten hundert Seiten des Buches passiert wahnsinnig viel.

Es kommt ein wenig Spannung auf - allein schon durch das Raten um Juspinns Person -, aber mitreißen konnte mich die Geschichte nicht. Selbst dann nicht, als Juspinns Vater auftaucht und ihn und Abby nach Grönland "verbannt", um sie dort gefügig zu machen.
Denn Abby ist etwas besonderes und er braucht sie. Juspinn soll sie dafür trainieren und von da an nimmt alles einen recht vorhersehbaren Gang. Sie ist in seiner Gewalt, obwohl auch er das nicht will. Sie himmelt ihn immer noch ein bisschen an, weshalb sie sich nicht so wirklich wehrt und auch ihre zurückgelassene Familie und deren Veränderungen vergisst sie offenbar.
Aber bei der sexuellen Spannung, die hier und da in der Luft hängt, ist das wohl nicht verwunderlich. Protagonisten sind dafür bekannt, dass sie bei sexueller Spannung alles andere vergessen.


Anima verspricht viel und bietet auch viel - gegen Ende aber leider nur noch klischeehafte Handlung. Die Charaktere sind interessant, kommen einem aber irgendwie schon aus anderen Büchern bekannt vor. Und diese sexuelle Spannung zwischen den Protagonisten überschattet alles, was meiner Meinung nach nicht zur Handlung beigetragen, sondern sie gehemmt hat.




Vorheriges Buch: Im Bann des Mondes
Nächstes Buch: The Sun is also a Star

Sonntagsgeplauder #20 | Suits, Neuzugang und Zocker-Phase


Guten Morgen ihr Lieben,

und einen schönen Ostersonntag!
Letzte Woche bin ich nicht dazu gekommen, dass Sonntagsgeplauder hochzuladen, deshalb kriegt ihr heute mal wieder ein etwas ausführlicheres. Es gibt jede Menge zu erzählen, hauptsächlich privates. Gerade ist es einfach schön :)



Buchiges

Beendet | Ragdoll - Daniel Cole
Nach Saving Grace war ich ja sehr im Thriller-Wahn. Und dieses Buch hat definitiv viel Spannung geboten. Und vor allem, was ich besonders schätze, geht es in Ragdoll um einen genialen Killer. Ich mag es, wenn besondere Fälle entstehen, außergewöhnliche Zusammenhänge gezogen werden müssen und man ständig beim Miträtseln auf andere Fährten gebracht wird.
Zwischendrin haben sich die Ermittlungen etwas gezogen, aber es ist spannend geblieben. Klare Empfehlung!



Begonnen | Glasglocke - Sylvia Plath
Wie schon im letzten Sonntagsgeplauder erwähnt, lese ich mit ein paar Arbeitskollegen Die Glasglocke. Ich habe mittlerweile damit angefangen, aber leider packt es mich nicht so richtig. Vielleicht war auch einfach noch nicht der richtige Moment für das Buch. Ich hoffe, er kommt noch, denn ich will definitiv Ende des Monats mitreden können :)
Bisher ist mir die Protagonistin fast schon unsympathisch. Sie wirkt so unbeteiligt, als wäre sie zwar dabei, aber irgendwie nur als Geist und nicht wirklich. Das finde ich ein bisschen schade, weil ich es eigentlich mag, wenn ich in die Gefühlswelt der Charaktere eintauchen kann. Mal sehen, wie das weitergeht.

Begonnen | Infernale - Sophie Jordan
Auf dieses Buch hab ich es schon abgesehen, als es damals erschienen ist. Nicht nur Cover sprechen mich absolut an, sondern auch Klappentext. Die vielen positiven Meinungen haben mich auch überzeugt und doch bin ich nie dazu gekommen, es zu lesen.
Es war Nelly, die mich darauf Aufmerksam gemacht hat (in letzter Zeit erwähne ich sie oft oder?). Sie und Marie von Wortmalerei haben eine kleine Leserunde gestartet und ihre Meinungen zu den Abschnitten mit uns geteilt. Ich möchte Infernale jetzt in den gleichen Abschnitten lesen und bin gespannt, ob ich der gleichen Meinung bin wie die beiden :)


Neu | The School for Good and Evil (Band 1) - Soman Chainani
Und schon wieder ein Buch, zu dem mich Nelly verführt hat. Ich hab mich bei Erscheinen zu einer Leserunde beworben. Damals wurde ich nicht ausgewählt und seit dem bin ich hin- und hergerissen, ob ich das Buch noch lesen soll. An sich klingt es nach einer tollen Geschichte, gerade das märchenhafte interessiert mich. Aber bei solchen Büchern hab ich einfach manchmal ein schlechtes Bauchgefühl. Manchmal hat es recht, manchmal nicht.
Da ich mir in der Arbeit aber ein Buch aussuchen durfte, hab ich spontan zu diesem hier gegriffen. Und gerade lässt es mich nicht mehr los, obwohl ich es noch gar nicht angefangen habe. Ich werde es wohl definitiv demnächst lesen.

Neu | Don't Kiss Ray - Susanne Mischke
Und dann hat mich ganz unerwartet am Dienstag ein weiterer Neuzugang erreicht. Na gut, nicht ganz unerwartet. Immerhin wurde ich gefragt, ob ich das Buch rezensieren möchte. Unerwartet war aber, dass das Buch so schnell bei mir ankam und ich freue mich so, so sehr darauf, das Buch zu lesen. Ich hoffe, es ist so, wie ich es mir vorstelle.
Was dann auch noch unerwartet war, ist, dass ich für die Blogtour ausgewählt wurde. Es wird also zum allerersten Mal eine Blogtour auf Kates Bücherregal stattfinden! Ich bin tierisch aufgeregt und bin gespannt, wie es wird. Da es meine erste ist, kann ich noch gar nicht viel dazu sagen. Ich lass das jetzt einfach auf uns zukommen :)



Leseliste & Punkte-Challenge
Wie letztes Mal erzählt, geht es diesen Monat in der Punkte-Challenge um Autorinnen. Mit Ragdoll konnte ich da schon mal nicht punkten, aber die bisher begonnenen Bücher passen perfekt ins Thema.
Momentan ist es nur leider so, dass dieser Leseflow schon vorbei zu sein scheint. Wirklich schade, weil es ein tolles Gefühl war, so viel zu lesen. Ich hoffe ja, dass das wieder kommt und ich noch ein paar Punkte holen kann :)



Privates
Iiiich ... habe mir eine Playstation gegönnt!
Ich kann es immer noch nicht glauben. Die Playstation 3 hatte ich ja schon, habe jetzt aber sozusagen auf die 4er upgegradet. Anfangs hatte ich etwas Angst, dass es sich nicht lohnen würde, weil ich meistens immer nur eine sehr kurze "Zocker"-Phase habe. Aber bisher lohnt es sich auf jeden Fall. Ich konnte mir ein paar wirklich coole Spiele ausleihen und bin absolut begeistert. Es gibt schon wirklich geniale Sachen für die Playstation 4.


Von zwei Spielen möchte ich euch auch gleich mal berichten. Nämlich von Assassin's Creed - Black Flag. Die gesamte Reihe finde ich wirklich toll und habe schon einige der Vorgänger gespielt. Aber Black Flag ist wirklich etwas anderes. Es sind nicht diese stupiden Attentats-Missionen oder planlos irgendwelchen Leuten hinterherrennen, sondern außergewöhnlichere Aufgaben. Außerdem ist die Welt wirklich gut gestaltet.
Und dann hätten wir da noch Rise of the Tomb Raider. Auch dieses Spiel ist wirklich genial gemacht! Nicht nur die Umgebung, sondern auch die Missionen und die Story. Man kann es gar nicht erklären, sondern muss es einfach selbst testen.



Geschaut
Diese Woche kann ich nur von einem Film berichten. Und zwar von Fall 29, und ehrlich gesagt bin ich da etwas zwiegespalten. Zum Einen hat mich die Schauspielerin der Bridget Jones in dieser ernsten Rolle etwas irritiert, aber sie hat das eigentlich ganz gut gemacht.
Irritierender war für mich dann aber, dass der Film in eine übersinnliche Schiene gerutscht ist. Ich habe mit einem Thriller gerechnet, aber nicht mit einem Horrorfilm, in dem teuflische und dämonische Aspekte im Vordergrund stehen.
Schlecht war der Film dennoch nicht.



Und dann habe ich eine neue Serie angefangen. Ja, ich weiß ... mal wieder was neues. Aber Tatsache ist, dass ich schon sehr lange keine Serien mehr geschaut habe (sehr lange bei Serienjunkies = ca. 1 Monat).
Die neue Serie ist jedenfalls Suits, empfohlen von einer Schreibnacht-Kollegin, mit den Worten: Ich habe sie durchgesuchtet und weiß gar nicht warum.
Dem kann ich mich nur anschließen. Sie macht süchtig, aber auch ich weiß nicht, warum.




Beiträge der letzten Zeit

Ein wundervolles Buch, das man nicht in Worte fassen kann. Highlight!

Schön für zwischendurch. Bietet eine tolle Ablenkung vom Alltag.

Science Fiction ist wohl leider nicht so mein Fall. Dieses Buch konnte mich jedenfalls nicht überzeugen.

4) Rezension | Ragdoll von Daniel Cole
Wieder ein toller Thriller, der einen in Atem hält!

5) Rezension | Sternensturm von Alana Falk
Leider war dieses Fantasy-Jugendbuch die reinste Enttäuschung.

Rezension | Sternensturm von Alana Falk

13. April 2017 | | Kommentieren


Arena | 2017 | 384 Seiten
erhältlich als Hardcover | eBook




Sternensturm gehört zu diesen Büchern, die man genau zur richtigen Zeit trifft. Nach den ganzen Young und New Adult Romanen in letzter Zeit war mir mal wieder nach ein bisschen Fantasy. Da kam Sternensturm mit diesem bezaubernden Cover und mystisch klingendem Inhalt genau richtig.
Umso trauriger ist es, dass das Buch sich als große Enttäuschung entpuppt hat.


Es ist der größte Moment in Lilianas Leben und sie fürchtet ihn genauso sehr, wie sie ihn herbeisehnt. Endlich soll sie in die Gemeinschaft des Hohen Rates aufgenommen und mit ihrer Quelle verbunden werden. Denn jeder Magier braucht eine menschliche Energiequelle, um zaubern zu können. Doch es ist ausgerechnet Chris, der Liliana zugeordnet wird. Chris, der sich der Gemeinschaft verweigert und dessen früherer Magier auf ungeklärte Weise ums Leben kam. In seinen Augen sieht Liliana nichts als Hass. Es beleibt nicht viel Zeit, um sein Vertrauen zu gewinnen, denn in den Tiefen unter Neuseeland braut sich eine schreckliche Katastrophe zusammen und nur Liliana und Chris können sie aufhalten. 
(Quelle: Arena)


Es beginnt noch sehr vielversprechend. Man wird sofort in die Welt von Sternensturm entführt. Es spielt im heutigen Neuseeland und Mittelpunkt ist eine Gemeinschaft von Magiern. Um Magie wirken zu können, braucht jeder Magier eine ihm zugeteilte Quelle. Diese beiden Menschen sind durch ein Ritual miteinander verbunden. Nicht nur magisch, sondern oft auch freundschaftlich.
Im Prolog lernt man Adara kennen, die nicht über den Verlust ihrer Quelle hinwegkommt. Schon zu Beginn ist alles sehr mysteriös, weil man die Geschichte von Adara und die von Liliana liest. Der Zusammenhang erschließt sich erst fast zum Schluss. Die Geschichten wechseln sich ab, was ein bisschen Spannung mit sich bringt.

Schon im ersten Kapitel lernt man Liliana und mit ihr die Gemeinschaft etwas besser kennen. Schnell wird klar, dass die meisten Magier auf Quellen herabblicken. Auch Liliana legt diese Denkweise an den Tag, auch wenn man merkt, dass sie das eigentlich nicht möchte.
Diese Welt bringt auch die unterschiedlichsten Dinge mit sich, die die Geschichte spannender und interessanter machen. So gibt es zum Beispiel eine Handy-App zum Zaubern, man kann eine Quelle mit einem Gehorsamkeitszauber belegen und vieles mehr.

Dann ging es mit meiner Begeisterung aber leider bergab. Die Sympathie für die Protagonistin lässt nach, weil sie nichts tut, um zu zeigen, dass sie ihre Quelle nicht als ein niederes Lebewesen betrachtet. Sie handelt naiv und kopflos.
Durch den Gehorsamkeitszauber, den Liliana ihrer Quelle Chris auferlegt hat, um ihn unter Kontrolle zu bekommen, ist die Beziehung zwischen ihnen noch zerklüfteter, als sowieso schon. Sie hassen sich regelrecht, aber diese Gefühle verschwinden genauso schnell, wie sie gekommen sind. Denn *tadaa* wenn ein Magier mit seiner Quelle Magie wirkt, sind sie so berauscht von dieser Macht, dass sie sich erregt zueinander hingezogen fühlen.
Eine völlig neue Art, die „Ich hasse dich“-Kluft zwischen Protagonisten zu überbrücken. Sehr originell!


Um die Ironie hier wieder beiseite zu schieben. Von den viel zu schnellen Entwicklungen war ich sehr enttäuscht und auch die Annäherung der Protagonisten mit dieser lächerlichen Ausrede hat mir nicht gefallen. Vor allem, weil anschließend die Rede von großer Liebe war.

Das Ende ist an sich gut. Es ist zwar kein Happy End, aber das hätte auch nicht gepasst. So ergibt es zwar Sinn und bietet dem Buch einen gelungenen Abschluss, allerdings tröstet das nicht über den Rest der Geschichte hinweg.




Vorheriges Buch: Die Krone der Sterne