Rezension | Ein Mann für alle Nächte von Rachel Gibson

30. Januar 2017 | |
Goldmann | Originaltitel: Just kiss me
Taschenbuch | 320 Seiten | 8,99€



Ein Mann für alle Nächte hat mich von der Thematik her sehr angesprochen. Ich mag diese Erfolgsgeschichten wie hier gerne. Vivien hat es als Mädchen aus einfachen Verhältnissen bis nach Hollywood geschafft. Dabei hatte sie es nicht wirklich einfach mit einem vermeintlich verunglückten Vater und einer depressiven Mutter.

Es war spannend mitzuverfolgen wie sie in ihre frühere Heimat zurückkehrt und sich dort den Geistern der Vergangenheit stellt. Ebenso interessant ist aber auch der Umgang mit dem Tod ihrer Mutter.

Als sie dann auf Henry trifft, den sie zu ihrer Kindheitszeit Arschgesicht Henry genannt hat, beginnt auch die Liebesgeschichte - leider wie so oft mit Klischees.
Aus Trauer um ihre Mutter wird Vivien in ein Gefühlschaos gestürzt, dass sie schließlich der Charme des mittlerweile attraktiven Henrys übermannt und die beiden im Bett landen. Von da an nimmt die Geschichte den Lauf einer gewöhnlichen Liebesgeschichte.

Anfangs verleugnen die Protagonisten ihre Gefühle, dann werden sie wie vom Blitz von ihnen getroffen. Erst wollen sie dem anderen ihre Gefühle natürlich nicht offenbaren, aber schließlich können sie gar nicht anders.
Das ganze gipfelt in einer Situation, in der Vivien sich verraten fühlt und Henry seine Gefühle erst einmal beweisen muss.

Hier und da werden ein paar Geheimnisse und Überraschungen gelüftet, die eigentlich keine Überraschungen sind, weil sie vollkommen vorhersehbar sind.



Der Klappentext war etwas irreleitend, weil dort angedeutet wird, dass Henry Viviens Kindheitsalbtraum ist. Ganz so dramatisch stellt es sich in dem Buch nicht dar, weshalb meine Erwartungen, die ein bisschen in Richtung Cottage gesucht, Held gefunden gingen, enttäuscht wurden.
Die Charaktere sind durchaus interessant, und für Leser von Liebesromanen mit Geheimnissen und Verstrickungen wird Ein Mann für alle Nächte eine unterhaltende Lektüre sein. Man sollte allerdings darauf achten, nicht mit falschen Erwartungen an die Geschichte heranzugehen.








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