Rezension | Der letzte Stern von Rick Yancey

28. November 2016 | |
Goldmann | Originaltitel: The Last Star | Reihe: Die 5. Welle (Band 3)
Gebundene Ausgabe | 384 Seiten | 16,99€

Inhalt
Sie kamen, um uns zu vernichten: die 'Anderen', eine fremde feindliche Macht. Vier Wellen der Zerstörung haben sie bereits über die Erde gebracht. Sie töteten unzählige Menschen, zerstörten Häuser und Städte, verwüsteten ganze Landstriche. Sie verbreiteten ein tödliches Virus und schickten gefährliche Silencer, um jedes noch lebende Wesen aufzuspüren. Jetzt ist die Zeit der fünften Welle gekommen, die Vollendung ihres Plans, alles Menschliche auszurotten. Doch noch gibt es Überlebende: Cassie, Ben und Evan werden weiterkämpfen. Sie wollen die Menschheit nicht aufgeben. Und wenn sie sich selbst dafür opfern müssen ...


Lange haben wir auf die Fortsetzung zu Die 5. Welle und Das unendliche Meer gewartet und genauso hoch waren die Erwartungen. Und so viel kann ich schon mal sagen: Ich wurde nicht enttäuscht.

Handlung & Umsetzung
Der Einstieg in den dritten Band ist mir etwas schwer gefallen, weil ich mich kaum noch an die Handlung des Vorgängers erinnern konnte. Die des ersten Bandes ist durch den Film noch gut in meinem Gedächtnis, doch beim zweiten setzt es aus.
Dennoch habe ich einfach weitergelesen und so nach und nach (langsam, aber stetig) kamen die Erinnerungen wieder und die Handlung fesselte mich wieder. Es beginnt so spannend, wie es aufgehört hat und man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man als Leser wissen möchte, wie diese apokalyptische Welt zu einem guten Ende finden kann.
Was die Charaktere und das Ende betrifft, hatte ich schon so eine klitzekleine Vermutung, die sich leider bestätigt hat (meine Augen sind dabei nicht trocken geblieben), aber die Geschichte hält auch viele Überraschungen bei.

Charaktere
Wie schon beim letzten Teil steht in Band 3 die charakterliche Entwicklung im Vordergrund (neben der großen Lösung, um das Ende der Welt aufzuhalten), und die des kleinen Sammy ist definitiv die dramatischste. Er ist als kleiner Junge in die Fänge der "Anderen" gekommen und wurde zu einem Kindersoldat ausgebildet. Er hat das Alphabet vergessen, aber ist extrem schnell im Bombenbauen. Nicht das, was man von einem kleinen Jungen erwarten würde.
Aber auch Cassie, die Protagonistin, macht noch einmal einen extremen Sprung nach vorne. Sie wächst vollkommen aus dem Teenageralter heraus und stellt das Wohl anderer vor sich. Ihre Entwicklung ist spannend, tragisch und unglaublich.

Schreibstil & Gestaltung
Zugegeben im ersten Band fand ich den Schreibstil extrem gewöhnungsbedürftig. Jetzt liebe ich Rick Yanceys Art zu schreiben. Er hat an gewissen Stellen etwas poetisches, etwas magisches, das einen in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt. Ich freue mich auf weitere Veröffentlichungen von ihm.



Viele Fans waren von Band 2 eher enttäuscht. Ich habe nicht dazu gehört und doch konnte das große Finale noch einmal eine Schippe drauf legen. Die Reihe um Cassie und die "Anderen" hat einen würdigen Abschluss bekommen, der realistisch ist und sich wunderbar in die Geschichte fügt.




Rezensionen anderer Blogger

Lauras Leseecke (4,5/5)




Weitere Bücher des Autors

Die 5. WelleDas unendliche Meer


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