Rezension | HIM - Mit ihm allein von Sarina Bowen und Elle Kennedy

3. Oktober 2016 | |
LYX | Originaltitel: HIM | Reihe: US (Band 1)
eBook | 384  Seiten | 8,99€

Klappentext
Wenn die Liebe andere Pläne hat ...
Zwei Dinge weiß Jamie ganz sicher: Erstens, er wird nach dem College professionell Eishockey spielen. Und zweitens, er steht auf Frauen. Daran hat auch die heiße Nacht, die er damals im Trainingscamp mit seinem besten Freund Wes verbrachte, nichts geändert. Doch dann stehen sich die beiden nach vier Jahren plötzlich wieder gegenüber. Und Jamie muss feststellen, dass die Gefühle, die Wes in ihm hervorruft, alles andere als freundschaftlich sind ...


Mit Büchern über homosexuelle Liebe habe ich noch nicht allzu viel Erfahrung. Genauer gesagt, habe ich da erst eines gelesen und das hat mir nicht ganz so gut gefallen. Deshalb war ich auch bei HIM – Mit ihm allein etwas skeptisch.
Trotzdem hat mich das Buch angesprochen und ich habe nicht nur eine tolle Liebesgeschichte, sondern auch einen spannenden psychischen Konflikt erwartet.

Da bahnt sich eine Lieblingsautorin an
Als ich mit dem Lesen begonnen habe, ist mir dann zum ersten Mal aufgefallen, dass ich vor kurzem erst ein anderes Buch einer der Autorinnen gelesen habe, das mir sehr gut gefallen hat (The Deal von Elle Kennedy). Deshalb habe ich mich gleich noch mehr auf das Buch gefreut und ich wurde nicht enttäuscht.
Bisher habe ich noch nicht allzu viele Bücher von Autorenduos gelesen, aber in den meisten Fällen fällt es auch nicht besonders auf, wenn ein Buch von mehreren Autoren geschrieben wurde. Bei HIM hatte ich aber das Gefühl, genau zu erkennen, welcher Teil von Elle Kennedy geschrieben wurde und welcher von Sarina Bowen. Da es aber sowieso in die beiden Sichten der Protagonisten gegliedert war, ist es nicht negativ aufgefallen, sondern hat einfach die unterschiedlichen Denkstile von Jamie und Wes dargestellt.

Nicht typisch homosexuell
Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, ist, dass man den Protagonisten nicht angemerkt hat, dass sie auf Männer stehen. Gerade in Film und Fernsehen werden Homosexuelle immer auf eine bestimme Art dargestellt, damit auch ja jeder versteht, dass sie homosexuell sind. Hier war das aber überhaupt nicht der Fall. Jamie und Wes sind beides starke Männer, die nichts lieber tun als Eishockey zu spielen. Sie sind humorvoll, teilweise ruppig und gerade Wes mit seinen Muskeln wirkt wie ein Rebell.
So ähnlich sich die beiden sind, so unterschiedlich sind sie. Wes geht mit seiner Homosexualität vollkommen selbstverständlich um, während Jamie anfangs noch gar nicht weiß, dass er auf Männer steht. Dennoch ist er der etwas sanftere und gefühlvollere, der sich viele Sorgen um seine Zukunft macht.

Aber typisch New Adult
Die Geschichte hat mir von Anfang an gut gefallen. Sie spielt zu der Zeit, in der Wes und Jamie auf dem College und am Anfang ihrer Hockey-Karrieren sind. Anfangs gibt es aber immer wieder kurze Rückblicke zu einer geheimnisvollen Nacht vor Jahren. Es dauert eine Weile, bis auch das letzte Detail preisgegeben wird, was die Spannung immens steigert.
Die Handlung wird so zügig vorangetrieben, doch dann bleibt sie für eine Weile etwas stehen, um dem Inhaltspunkt Platz zu schaffen, der für das New Adult-Genre so berühmt ist: Sex.
Das Buch wird zwischendrin mal wirklich sehr sexlastig, was ich persönlich etwas langweilig fand. Es gab nicht viel Handlung, sondern einfach nur dieses erotische Knistern, das ich bis zu einem gewissen Grad in Büchern auch sehr begrüße.
Abgeschlossen wird dieser sexlastige Teil von einem Schock-Moment, der das Verhältnis zwischen Wes und Jamie auf die Kippe stellt.
Anschließend setzt sich die Handlung wieder fort und das Ende ist so unglaublich schön, dass es den Mittelteil wieder gutmacht. Zum Schluss werden noch einmal alle Emotionen gefragt und die Geschichte wird zu einem tollen Abschluss gebracht.



HIM – Mit ihm allein hat mir viel besser gefallen als meine letzte Lektüre über homosexuelle Liebe. Dieses Buch besticht durch einzigartige Charaktere, die ganz anders sind, als man es vermuten würde, und durch eine interessante Handlung. Wie auch schon The Deal ist dieses Buch wieder etwas mehr als eine einfache Liebesgeschichte.




Weitere Bücher der Autorin

The Deal


Vorheriges Buch: Blaubeertage
Nächstes Buch: The Wicked + The Divine 2

Kommentare:

  1. Hey Kate,

    für Bücher dieses Genres bin ich ja immer zu haben und Bücher aus dem Lyx Verlag bekommen bei mir immer einen zweiten Blick. Eine gute Kombination also.
    Deine Rezension macht mir auf jeden Fall Lust auf das Buch, sodass es auf die Wunschliste wandert. Nur - wieso heißt dein Wes bei Amazon Ryan?! :D

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    1. Hallöchen,
      ich mag LYX auch sehr gerne, aber das letzte Gay Romance Buch, das ich gelesen habe, war auch von LYX und hat mich ja leider gar nicht überzeugen können. Aber HIM ist wirklich toll, ich kann's dir nur empfehlen :)
      Das hat mich beim Lesen auch etwas verwirrt :D Ryan ist sein Vorname und Wes sein Spitzname. Ich glaube, er heißt Ryan Wesley oder so und wird von allen immer nur Wes genannt :D

      Liebste Grüße ♥

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