Rezension | Blaubeertage von Kasie West

26. September 2016 | |
Arena | Originaltitel: The Distance Between Us
eBook | 280 Seiten | 6,66€

Inhalt
Caymen ist es gewohnt, hart für ihr Leben arbeiten zu müssen. Sie unterstützt ihre Mutter täglich in ihrem Puppengeschäft, obwohl sie nicht weiß, ob sie darin ihre Zukunft sieht – oder worin sie ihre Zukunft überhaupt sieht –, und doch scheint es nie wirklich zu reichen. Die beiden geraten in finanzielle Not, aber die Mutter will es nicht wirklich wahrhaben und so fühlt Caymen die Last auf ihren Schultern.
Da kommt ihr der reiche Xander, dessen Zukunft perfekt für ihn geschrieben zu sein scheint und der damit trotzdem nicht zufrieden ist, wie ein undankbarer Schnösel vor. So unterschiedlich die beiden sind, so sehnen sie sich doch nach dem gleichen: Einer Zukunft, die ihnen beiden gefällt.
So beginnt eine lange Reise voller Berufsfindungstage, in denen sie sich gegenseitig unterstützen, das richtige für ihr Leben zu finden.
Und die Liebe kommt dabei natürlich nicht zu kurz.


Blaubeertage habe ich nur auf eine Empfehlung hin begonnen. Ich war auf der Suche nach einer leichten Sommerlektüre und genau die habe ich bekommen. Das Jugendbuch ist angenehm geschrieben, sodass es sich sehr leicht und schnell lesen lässt. Die Thematik ist eine luftig leichte Liebesgeschichte mit dem tiefgehenden Knackpunkt arm gegen reich.

Details, die immer wiederkehren
Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin, die mit ihrem außergewöhnlichen Humor hervorsticht. Ihr trockener Sarkasmus versüßt einem jeden Leseabend und lässt kein Schmunzeln aus. Auch Xander, der männliche Protagonist, hat es mir angetan. So unterschiedlich die beiden auch sind, so gut verstehen sie sich. Sie sind auf eine merkwürdige Weise auf einer Wellenlänge und haben von Beginn an ihre eigenen kleinen Witzchen, die immer wieder auftauchen.
Die Charaktere (nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebencharaktere) wirken alle sehr real und sind auf völlig unterschiedliche Art besonders.

Ein bisschen Zeit …
Zu Beginn hat das Buch etwas gebraucht, bis es mich richtig packen konnte. Doch zum Ende hin wird Blaubeertage noch so spannend, dass man es gar nicht mehr weglegen möchte. Und das wird auch belohnt, weil die Geschichte noch einige unerwartete Wendungen und schöne Momente mit sich bringt.

Das Ende hat mich dann leider etwas unbefriedigt zurückgelassen, auch wenn es durchaus passend und schön ist.


Man sollte sich hier nicht vom Klappentext in die Irre führen lassen, denn in dem Buch steckt einiges mehr, als es vermuten lassen würde. Gerade die unterschiedlichen Charaktere und deren Entwicklung in Blaubeertage machen das Buch sehr spannend und lesenswert.





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