Rezension | Poison Princess von Kresley Cole

7. März 2016 | |
cbt | Reihe: The Arcana Chronicles (Band 1) | Originaltitel: Poison Princess
384 Seiten | Englische gebundene Ausgabe | 13,80€ & 9,99€ deutsche Ausgabe

Klappentext
Die rote Hexe, der Tod, ein Heer aus Blüten und Dornen … düstere Bilder und Stimmen suchen Evie vor ihrem sechzehnten Geburtstag heim – und nach einer Katastrophe werden diese Visionen wahr. Als eine der wenigen Überlebenden bleibt sie zurück in einer öden Welt aus Asche und Verderben, an ihrer Seite der undurchsichtige Bad Boy Jack. Als klar wird, dass in Evie der Schlüssel zu neuem Leben verborgen liegt, müssen sie fliehen. Doch Evie ahnt, es ist nicht nur ihre Bestimmung, Leben zu geben, sondern auch den Tod zu säen. Nie darf Jack davon erfahren, denn längst hat sich Evie unsterblich in ihn verliebt …


Seit der Immortals after Dark-Reihe bin ich ein riesengroßer Fan von Kresley Cole! Deshalb wollte ich schon lange unbedingt das Jugendbuch Poison Princess von ihr lesen. Und weil ich wissen wollte, wie Kresley Cole denn wirklich schreibt, habe ich es auf englisch gelesen (und weil mir das Cover viel, viel besser gefällt).
Ich  hatte hohe Erwartungen und so viel sei schon mal gesagt: Kresley Cole überzeugt mich einfach immer!


If you like bad boys, little girl,
than you found the baddest of them all.
- Seite 119


Handlung & Umsetzung
Durch den Prolog ist ein perfekter Einstieg in die Geschichte gegeben. Man lernt Evie kennen, die auf Arthur trifft, den man nur als Psychopathen bezeichnen kann. Er lockt seit der Katastrophe, die der Flash genannt wird, Mädchen an, um an ihnen zu experimentieren. Vorher will er aber immer ihre Geschichten hören, wie ihre Leben vor und nach dem Flash waren. So auch bei Evie.
Der Leser bekommt die Geschichte quasi als Rückblende erzählt mit kurzen Kapiteln aus der Gegenwart mit Evie und Arthur. Die Gegenwart ist anfangs aus Arthurs Sicht geschrieben, die Rückblenden natürlich aus Evies, da diese sie erzählt.
Der Anfang spielt also noch vor der Apokalypse. Evie führt bis auf ihre beängstigenden Visionen ein normales Highschool-Leben. Zumindest bis Jackson auftaucht, der bringt sie nämlich ganz schön durcheinander. Ihre Konversationen sind aber meist mit Streitereien gefüllt.
Nach dem Tag des Flashs hat Evie nur noch Kontakt zu ihrer Mutter, glaubt manchmal sogar, dass sie die letzten Menschen der Welt sind. Bis diese stirbt und Evie mit Jackson nach ihrer Großmutter suchen muss, die etwas über Evies Visionen weiß.
Es beginnt also eine aufregende Reise mit gefährlichen zombieähnlichen Feinden und der Militia. Natürlich knistert es zwischen den beiden Protagonisten auch gewaltig. Nach und nach erfährt Evie, dass sie die Empress ist. Also eine Karte des Tarot. Ihre Gruppe wird mit der Zeit größer, weil sie weitere "Karten" finden. Die Idee finde ich wirklich unglaublich gut und durch Mathew, der in die Zukunft blicken kann, gibt es immer wieder spannende Andeutungen.
Zum Schluss muss sich Evie entscheiden, ob sie sich ihrem Schicksal stellen möchte oder weiterhin dagegen ankämpft. Evies Wandlung am Ende geht mir etwas zu schnell, passt aber eigentlich sehr gut. Das Ende ist auf jeden Fall spannend und ein klarer Cliffhanger

Charaktere
Zu aller erst lernt man Arthur kennen. Und obwohl er ganz klar ein Psycho ist, habe ich ihn sofort gemocht. Ich finde ihn interessant und spannend, mag Charaktere, die einen Knacks haben und sich von der Welt falschverstanden fühlen.
In Evies Erzählungen lernt man sie dann besser kennen. Und ich muss leider sagen, dass sie mir anfangs unglaublich unsympathisch war. Denn ihre Familie hat nicht ganz wenig Geld, sie ist hübsch und beliebt, scheint das perfekte Leben zu haben. Aber dann kommt schnell raus, dass sie den Sommer in einer Psychiatrie verbracht hat, weil sie schlimme Albträume und auch tagsüber oft Visionen hat. Dieser Kontrast vom perfekten Mädchen und dem Mädchen mit den Visionen, das nach der Apokalypse überleben muss, ist aber wahrscheinlich gewollt und gerade das macht Evie wieder sehr interessant.
Wenn ich nicht gewusst hätte, dass Poison Princess von Kresley Cole ist, hätte ich es spätestens nach dem Erscheinen des männlichen Protagonisten Jackson erraten können. Denn er reiht sich perfekt bei den IaD-Protagonisten ein. Männlich, verrucht, gefährlich, heiß, besitzergreifend. Die Liste könnte noch ewig weitergehen, weil Jackson sehr vielschichtig ist. Ich mag Coles Bücher hauptsächlich auch wegen den Charakteren, weshalb sie auch mit Jackson bei mir wieder gepunktet hat.
Andere wichtige Charaktere sind Selena, Mathew und Finn. Erstere ist mir sehr unsympathisch, was aber wohl auch daran liegt, dass Evie das genauso sieht. Mathew ist putzig und mit seiner verschrobenen Art sehr unterhaltsam. Finn ist sowas wie der Klassenclown der Truppe. Ich mag ihn wirklich sehr.

Schreibstil & Gestaltung
Der Schreibstil der englischen Ausgabe hat mir sehr gut gefallen. Ich habe zwar durchaus schon englische Bücher gelesen, bei denen es mir wesentlich leichter gefallen ist, aber Poison Princess ist verständlich und einfach geschrieben.
Ich mag den leichten Humor von Kresley Cole, der sich durch ein paar Charaktere einschleicht, ich mag ihre gefühlvolle Art zu schreiben. Und ich mag dieses Knistern in romantischen Szenen.



Poison Princess ist wieder ein fantastisches Werk von Kresley Cole, das die Aspekte einer Dystopie mit Fantasy verbindet. Diese Kombination habe ich bisher nur bei Ich fürchte mich nicht gesehen und sie ist beide Male sehr gut umgesetzt.
Dieses Buch punktet nicht nur mit vielfältigen, unterhaltenden Charakteren, sondern auch mit einer zuvor niegesehenen Idee: menschliche Repräsentanten der Tarot-Karten. Eine gefühlvolle, spannende und fantastische Geschichte wartet hier auf den Leser.





Weitere Bücher der Autorin

Dunkles SchicksalEndlose Nacht


Vorheriges Buch: Witch Hunter
Nächstes Buch: Die Schattenkriegerhexe

Kommentare:

  1. Hallo Kate!
    Wow das Buch klingt toll. Würde es am liebsten jetzt sofort lesen *-*
    Vielleicht wage ich mich demnächst mal an englische Bücher heran.. Oh ja, das wird ein Ziel 2016 - mindestens 2 englische Bücher lesen (wir wollens ja nicht übertreiben haha)
    Liebe Kate, danke für diese tolle Rezension.
    Viele Grüße und ☼, Denise

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    1. Hallöchen,
      auf englisch kann ich Jennifer L. Armentrout empfehlen! Ich habe fast ihre komplette Lux-Reihe auf englisch gelesen und es ist super verständlich und einfach mitreißend geschrieben. Ist mir sogar leichter gefallen als Poison Princess :)

      Oooh, Danke & Bitte ♥
      Liebste Grüße ♥♥

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